Montag, 12. Januar 2026

"Shardenus Prime brennt" - Bericht

 

"Shardenus Prime brennt !" - Nachbericht


Am 20.12.2025 wurde erneut ein toller Spieletag in Heidelberg mit OPR: Grimdark Future bestritten. Nach zwei Absagen, waren wir noch zu 8 und haben somit 4 Spieltische bespielt, von denen zwei Platten ein Multiplayer-Spiel 2 v 2 war.

Hier einige Eindrücke und Geschichten vom Spieletag:

Chaoskultisten der Night Lords in den Industrie-Ruinen


Night Lords:

"Die Sonne ging über Shardenus Prime auf, genauer über ihren Ruinen. Spuren der Kämpfe zwischen den Imperialen und den Anhängern des Chaos waren überall zu sehen. 

„Zeit sich in Deckung zu begeben“, dachte Focalor und trat von dem zerstörten Balkon zurück in den verwüsteten Innenraum des Gebäudes. Bald würden die imperialen Verteidiger sich rühren und versuchen Boden gut zu machen. Die letzten Wochen folgten immer dem gleichen Schema. Tagsüber rückten die Soldaten und Schwestern vor, in der Nacht wurden sie von den Rebellen und ihre Verbündeten zurückgedrängt. Nach dem Tod der Heiligen hatte Focalor gehofft, die imperiale Moral würde brechen. In Teilen war das passiert und die Zahl der Rebellen und Kultisten war angeschwollen wie eine Flut. Aber die imperiale Armee und vor allem die verfluchten Schwestern hatten ausgehalten und ein Patt erzwungen. 

Jetzt herrschte ein Abnutzungskrieg. Sein Gesicht verzog sich zu einer Grimasse und ein Knurren stieg aus seiner Kehle auf. Auch seine Bruderschaft hatte Verluste gehabt. Zwar würden viele sich erholen, aber jetzt fehlten im schlicht die Männer. 

Zum Glück hatte er haufenweise Rebellen unter sein Kommando gezwungen. Und seine „Verbündeten“ sprachen davon die Mächte des Warp zu nutzen. Verstanden diese Narren nicht, dass der Warp sie ausnutzte und zu Sklaven machte. Nun gut, es würde nicht sein Problem sein. Mit einem letzten Blick verschwand er in den Schatten."

by Ecclesiastes


Dark Angels / Angels of Absolution:

"Selaphiel blickte von seiner Arbeit an Tamriel’s Brustkorb auf, als Scriptor Raziel der Raum betrat. „Wird dein Patient es schaffen, Bruder Apothecarius? Oder darf ich seinen Namen endlich in den Ordenschroniken unter den gefallenen Helden niederschreiben?“ Ein Lächeln umspielte die Mundwinkel des Scriptors, als er in die wachen Augen des verletzten Ritter Captains Tamriel sah. 

„Spar dir die Mühen, Raziel. Und deinen Spott ebenso.“ 

Tamriel richtete sich leicht auf und knirschte aufgrund der Schmerzen mit den Zähnen, die ihn an den Hieb des Nightlords erinnerten, welcher seine Rüstung und Brust mit der schweren Verräter-Axt zertrümmert hatten. „Bruder Selaphiel hat dafür Sorge getragen, dass meine Pflicht noch nicht endet“.

„Das ist gut zu hören, Bruder“ antwortete Raziel. „Auch wenn es ungewöhnlich leichtsinnig war, sich so schwer verletzt in ein weiteres Gefecht zu begeben. Doch wo wir es von Pflicht haben: Die unsere hier auf Shardenus Prime wurde erfüllt. Der Inquisitor wird selbstverständlich vor den Bürokraten auf Terra seinen Sieg über die Ketzer verkünden. Er hat uns aber seinen Dank im Namen des Throns übermittelt.“ Bei den Worten lag Spott in seiner Stimme und der Tonfall kündete von Abneigung gegenüber dem Abgesandten der Inquisition. „Du hast die Brüder erfolgreich geführt. Alle Einsatzziele wurden präzise erfüllt.“

„…nicht vollständig, Bruder Scriptor! Der Gefallene war nicht unter ihnen…“.

„Oder er wusste sich gut zu tarnen, mein Freund. Vielleicht war er unter den Nightlords oder den Children und hat ihre Farben getragen? Wie dem auch sei: es war am Ende bedeutender die Stadt vom Makel des Chaos zu befreien, als Azrael’s kleinlichem, ewigen Vergeltungsfeldzug einen weiteren winzigen Teilerfolg zu verschaffen, wenn du mich fragst“.

„Sicher… auch wenn die anderen Orden der Legion es nicht so sehen würden...“

by Wraith




Hier der unerhört hässliche Chaos-Nilpferd-Dämon, dass sogar die Kamera sich weigert, scharf zu stellen. Oben die verwandelte St. Agnetia der Emperors Children.



Emperors Children:

"Agnetia kauerte hinter einer zerstörten Mauer, während Khorne-Kultisten marodierend an ihr vorbeistürmten. Tränen liefen durch ihr mit Blut und Schmutz bedecktes Gesicht, während sie hoffte, dass sie von den Chaosanhängern nicht entdeckt werden würde.

Sie hatte nicht damit gerechnet, dass die Angst zurückkehren würde, wenn sie wieder menschliche Gestalt annehmen würde. Als Avatar war ihr Glaube unerschütterlich gewesen! Sie wusste, ER war mit ihr, solange sie sich in SEINE Arme fallen ließ. Dann war es nötig gewesen, eine List anzuwenden. Dazu musste sie ihr Wesen verändern. Zuerst war ihr Glaube weiterhin unerschütterlich geblieben. Die Sororitas um sie herum waren genauso von SEINER Herrlichkeit erfüllt wie sie und sie hatte sich mit ihnen sicher gefühlt. Dann waren die sabbernden Wilden urplötzlich auf sie losgegangen und hatten die Kriegerinnen um sie herum abgeschlachtet. Das war zu viel für sie gewesen. Ihre Zuversicht zerbrach und sie floh. Hinter ihr hörte sie, wie die verbliebenen Ordensschwestern mit Gebeten auf den Lippen starben. Und sie rannte weiter…

Jetzt versteckte sie sich in dem vom Chaos überrannten Gebiet und wusste nicht, wohin. Sie war alleine. Da sah sie in den Trümmern neben sich eine Reflektion. Neugierig nährte sie sich und entdeckte die Überreste eines Spiegels. Sie betrachtete ihr Gesicht darin. Von Angst geweitete Augen und bebende Lippen inmitten von Blut und Dreck. _Wie hatte es nur soweit kommen können?_ , dachte sie. _Wo war der Gott-Imperator in ihrer verzweifeltsten Stunde? Wo ihre Anhänger? Alle hatten sie allein gelassen, sie im Stich gelassen! Sie verraten! Dafür würden sie bezahlen! Sie würde die, die ihre Herrlichkeit nicht wertschätzten, eigenhändig bestrafen!_ 

Agnetia starrte auf ihr Spiegelbild, das ihr diese Worte sagte. Doch sie war zu sehr in seinem Bann, um sich davon losreißen zu können.

Und dann brach ihr Herz.

Und vor ihr brach die Realität.

Wie Glas, dass an einer Stelle anfängt zu zerspringen, bildete sich vor ihr ein Spinnennetz aus Rissen, das sich immer weiter ausbreitete, bis die Realität schließlich wie ein Fenster durch eine starke Explosion zersplitterte. Dahinter sah sie Wahnsinn und Gestalten, die sich ihren Weg in die Realität bahnten. Schlanke Gestalten, bunte Gestalten, die freudig lachten. All dies nahm sie in einem kurzen Moment war, dann trafen sie die Splitter aus Un-Realität und bohrten sich in ihren Körper. Der Schmerz war größer als alles, was sie je gespürt hatte. Sie schrie auf. Dann spürte sie, wie sich Macht in ihr ausbreitete. Ihre Gestalt wuchs an und ihre Flügel kehrten zurück. Der Schmerzensschrei verwandelte sich in Lachen. _Ja, so kann ich mich an denen rächen, die mich im Stich gelassen haben!"

by Holger



Erneut führte ich die Death Guard / Plague Brothers in der Kampagne. Das erste Spiel ging gegen 
Wraith´s Space Marines der Angels of Absolution.

Im Zentrum des Schlachtfeldes befand sich eine imperiale Artilleriebatterie. Wer diese eroberte, konnte die Spieltische mit Artillerieschlägen eindecken.


Die Space Marines hatten Unterstützung in Form eines imperialen Kampfpanzers bekommen.
In dem Schützenpanzer links befindet sich ein Nahkampftrupp der Angels of Absolution, mit beeindruckendem Schadenspotenzial dem es später sogar gelingen sollte, einen großen Chaosdämon zu zerstückeln.



Die Krieger des Imperators forderten auch gleich einen Artillerieschlag an, aber etwas ging bei der Koordination furchtbar schief und die großen Granaten landeten in einer Einheit Space Marines, was diese dann auch gleich deutlich dezimierte. 



Mein großer Mob Poxwalker besetzt die Stellung.



Die Death Guard macht sich auf dem Schlachtfeld breit.



Die Seuchendrohne bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück und wird bald von den gegnerischen Nahkampf-Terminatoren verschrottet.



Ein einsamer Scout-Sergeant macht den Poxwalkern in der letzten Runde das Missionsziel streitig.

Insgesamt lief es für mich nicht so gut, als zwei harte Nahkampftrupps der Space Marines meine Einheiten zerlegen. Der Angriff des Chaos scheitert und die Artilleriebatterie bleibt in imperialer Hand. 
 


Focalors Schmach (Night Lords): 
"Dunkelheit senkte sich erneut über die Stadt. 
Focalor knirschte mit den Zähnen. Alles war schiefgegangen. Zuerst waren die Thousand Sons nicht eingetroffen. Angeblich waren sie im Anflug auf eine Eingreiftruppe der Space Wolves getroffen und hatten ihren kleinen Privatkrieg begonnen. Falls das stimmte, hatten sie immerhin die Wölfe aufgehalten, denn es waren keine bis nach Shardenus gekommen. Und auf die Barbaren von Fenris konnte er gut verzichten. 
Dennoch hatten sie ihre Offensive begonnen. Drei große Dämonen waren beschworen worden und zahllose Kultisten aus der Bevölkerung „rekrutiert“ worden. Man hatte ihm den Auftrag übertragen den letzten Raumhafen zu überrennen. Nur eine Mischung aus Miliz und Zivilisten hatte sich ihm mit einigen umgebauten Industriemaschinen in den Weg gestellt. Doch trotz aller Verluste hatten sie ausgehalten und die Night Lords zurückgeschlagen. 
Die anderen Warlords hatten ihm ihre Verachtung nicht deutlich gezeigt, aber er hatte sie dennoch gespürt. Also hatten sie ihn ins Hinterland geschickt, den großen Messingaltar zu bewachen, der die Dämonen in die Welt gerufen hatte und sie stärkte. Lächerlich, den ersten hatten die Imperialen direkt wieder gebannt. Alles, was die Rituale und Beschwörungen erreicht hatten waren zahlreiche tote Sklaven und Kultisten und eine Rückkehr der Inquisitionseingreiftruppe. 
Und natürlich hatte sich sein Auftrag als viel schwieriger erwiesen, als gedacht, da ausgerechnet die Angels of Absolution eingesetzt wurden den Thron zu zerstören. Wieder hatte er alles gegeben, im Zweikampf den Anführer der Angels besiegt, deren Veteranen in den Staub getreten … und dennoch hatte er enorme Verluste erlitten, der Thron war zerstört worden und er hatte sich zurückziehen müssen. 

Diesmal war die Verachtung deutlicher gewesen. Man hatte ihn nun auf das angeblich stark angeschlagene Einsatzkommando der Inquisition angesetzt. Dieses erwies sich allerdings als deutlich weniger angeschlagen als gedacht. Trotz der Überraschung und seiner Unterlegenheit hatte er die Lakaien des goldenen Throns abgeschlachtet und aufgerieben, den Inquisitor in die Ecke gedrängt. Aber der Inquisitor entkam. Knapp. Und Focalor hatte sich zurückziehen müssen und das Gelände aufgegeben.
Auf ein weiteres Treffen mit seinen „Verbündeten“ hatte er verzichtet. Sie würden ihn als schwach ansehen und ihm die Schuld für das Scheitern des Krieges geben. Besser er verschwand. Es reichte ihm schon völlig, dass innerhalb seiner Warband das Gemurmel zunahm und die Klingen gewetzt wurden. Wer würde es riskieren ihn zu beseitigen? Belphagor? Die Brüder Agribaal und Agrimoth? Xamanoth? Würde er überhaupt noch bemerken, wer die Klinge führte?"

by Ecclesiastes




Imperiale Inquisition:

"Inquisitor Ishmael Chimm musste dringend seinen Astropathen sprechen.
Das orangefarbene Licht der Schiffskorridore spiegelte sich unheilvoll in der adamantenen Maske seines Gesichts und in den Glaslinsen seiner künstlichen Augen, während er hastig durch die Gänge seines Schiffes schritt. Das tiefe, allgegenwärtige Summen der Warpantriebsmotoren begleitete jeden seiner hallenden Schritte wie ein pochender Herzschlag.
Ein Traum… nein.
Ein Echo.
Eine astropathische Übertragung – ungefiltert, roh. Chimm war selbst Psioniker und mit den Grundlagen der Bild- und Symbolinterpretation vertraut. Er wusste, wie fragmentiert, verzerrt und schmerzhaft solche Botschaften normalerweise waren. Umso mehr beunruhigte ihn die Klarheit der Bilder, ihre Schärfe, ihre Eindringlichkeit.
Und der Absender.
Er hatte ihn sofort erkannt.
Ein schrilles Alarmsignal durchschnitt seine Gedanken. Die Beleuchtung sprang auf pulsierendes Rot. Fast zeitgleich hallten Schüsse durch den Korridor – gefolgt von einem Schrei, der einem normalen Menschen augenblicklich das Herz hätte stillstehen lassen. Er kam aus Richtung der astropathischen Kammer.
Chimm zog seine Pistole, schirmte instinktiv seinen Geist ab und setzte sich in Bewegung.
An der letzten Abzweigung vor der Kammer sah er einen seiner sanktionierten Psioniker. Der Mann kniete auf dem Boden, Schweißperlen standen ihm auf der Stirn, Blut rann aus Nase, Ohren und Mund. Mit zitternd ausgestreckter Hand deutete er auf den Gang vor sich.
Als Chimm um die Ecke trat, erkannte er sofort die Ursache.
Die Wände des Korridors waren bis zur Kammer hin von Eis überzogen. Gefrorene, blutige Klumpen hafteten an Boden und Decke. In der Mitte des Ganges lagen die Überreste zweier Hochenergie-Lasergewehre – und was von ihren Trägern übrig geblieben war.
Am Ende des Korridors, direkt vor der astropathischen Kammer, stand sein Astropath.
Oder das, was ihn nun bewohnte.
Eine Dunkelheit umhüllte den Körper – schwärzer als jede Nacht, dichter als jeder Schatten. Das Grinsen in seinem Gesicht war zu breit, zu tief, unmöglich für jede menschliche Anatomie.
Der sanktionierte Psioniker stöhnte unter der ungeheuren Anstrengung, die Kreatur an Ort und Stelle gebunden zu halten.
Chimm griff ein.
Mit einem entschlossenen psionischen Griff versuchte er, den Dämon zu fassen, zu binden – und feuerte gleichzeitig zwei Schüsse.
Die Projektile verlangsamten sich augenblicklich. Unsichtbare Kraft hielt sie an, ließ sie reglos in der Luft stehen.
Und dann öffnete der Mund des Astropathen sich weiter, als es möglich sein sollte.
Ein feines Zittern lief durch Chimms Pistole, als er den psionischen Widerstand spürte — nicht roh, nicht wütend, sondern amüsiert.
Das Grinsen des Wesens dehnte sich weiter, Haut riss, Zähne erschienen, wo keine hätten sein dürfen.
Der Dämon sprach.
Nicht laut.
Nicht leise.
Er drückte die Worte direkt in Chimms Geist.
„Shardenus brennt.“
Die Temperatur im Gang fiel schlagartig weiter. Eis kroch über die Servoleitungen in den Wänden, ließ Metall ächzen. Chimms sanktionierter Psioniker schrie auf, sein Körper krümmte sich, als seine Barrieren zu reißen begannen.
Chimm ließ die Pistole fallen.
Mit beiden Händen riss er die mentale Abschirmung auf, die er seit Jahren wie eine zweite Haut trug, und griff zu — nicht nach dem Körper, sondern nach dem Faden, der den Dämon an diese Realität band. Ein uralter, schmutziger Knoten aus Hass, Opferblut und fremdem Willen.
Der Dämon fauchte, das Grinsen verzerrte sich zu etwas Zornigem. Die schwebenden Geschosse zerplatzten zu Staub. Risse zogen sich durch den Körper des Astropathen, schwarzer Rauch quoll aus Mund und Augen.
Ein letzter Gedanke, fremd und spöttisch, brannte sich in Chimms Bewusstsein:
„Du kommst zu spät.“
Dann riss etwas.
Mit einem scharfen Knall implodierte die Dunkelheit. Der Körper des Astropathen sackte leblos zu Boden, das Eis an den Wänden zerbarst in tausend Splitter. Stille.
Chimm stand reglos da.
Die Servomotoren seiner bionischen Halswirbel surrten leise, während er mehrere Sekunden benötigte, um die inneren Abschirmungen seines Geistes wieder vollständig zu schließen.
Die künstlichen Lungenmodule in seiner Brust senkten schrittweise ihre Taktfrequenz, ein kontrolliertes Zurückfahren von Notleistung auf Standby. Erst als die internen Warnsigille in seiner Wahrnehmung verblassten, ließ der psionische Druck endgültig nach.
Er kniete neben dem Astropathen. Tot. Der Geist ausgebrannt, sauber — kein Kampf mehr, kein Echo.
Wenige Minuten später stand Chimm im kalten Licht der Maschinenhalle. Zahnräder rotierten, Weihrauch zischte aus Ventilen, Servitoren murmelten binäre Litaneien.
Vaulk Arkhin drehte sich langsam um, mechadendritische Glieder klickten leise.
„Die psionische Entladung war… signifikant“, sagte der Maschinenseher. „Nicht lokal. Nicht zufällig.“
Chimm nickte.
„Es war keine Nachricht für mich“, sagte er ruhig. „Es war ein Ruf. Und ich kenne den Absender.“
Er ließ eine Datenkapsel in Arkhin’s metallene Hand fallen.
„Letzte bestätigte Astrotelepathie vor dem Tod des Astropathen. Kodierung eindeutig.
Grey Knights. Chamber Prognosticus.“
Arkhin verharrte. „Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass—“
„— dass Shardenus nicht nur umkämpft wird“, unterbrach Chimm.
„Sondern geopfert.“
Er wandte sich dem riesigen Sichtfenster zu, hinter dem der Warp wie eine offene Wunde pulsierte.
„Setzen Sie Kurs. Sofortige Umkehr. Volle Geschwindigkeit.“
Arkhin neigte den Kopf minimal. „Bestätigung. Zielkoordinaten: Shardenus Prime.“
Für einen Herzschlag lang senkten sich die internen Sensorwerte in Chimms Wahrnehmung auf ein Minimum. Servomotoren verharrten, Datenströme wurden gedrosselt, psionische Abschirmroutinen neu kalibriert. Dann murmelte er leise, während seine Systeme wieder auf volle Leistung hochfuhren,
„Shardenus brennt.“
by Simon L.



Das zweite Spiel führte mich gegen den Einsatztrupp der Inquisition von Simon. Wir hatten beide einige Verluste aus dem ersten Spiel, die wir nicht ersetzen konnten, aber es war immer noch genug zum Kämpfen da.


Die Todeskult-Assassinen metzelten meine Kultisten ohne weiteres nieder, taten sich aber dann schwer gegen die dicken Rüstungen meiner Chaos Space Marines und deren Widerstandsfähigkeit.


Der Inquisitor war fast ein wenig zu fokussiert auf die Auslöschung aller Chaosanhänger und verlor dadurch die Missionsziele etwas aus den Augen. Hier nimmt ein Chaos Terminator im letzten Spielzug noch ein Missionsziel ein. 



Inquisitor Chimm behauptete das Schlachtfeld und fügte den Plague Brothers schwere Verluste zu, verlor aber doch das Gefecht, da er die Missionsziele nicht erfüllte. 



Khorne-Berserker:

"Die Nacht über Shardenus Prime ist niemals still. Nicht mehr.
Sie bebt und zittert unter den Spannungen, die diese Welt zu zerreißen drohen – fünf Kriegsherren des Chaos, jede Legion ein Sturm aus Furor, Ehrgeiz und uralter Rivalität. Tage lang haben wir einander belauert. Kein Wort gesprochen. Keine Schwäche gezeigt.
Die imperialen Verteidiger glaubten, dieses Patt sei ihr Funke der Hoffnung. Ein armseliges Licht inmitten des Mahlstroms, der sie umgibt.
Jetzt soll dieses Licht erlöschen.
Denn heute ist Verstärkung eingetroffen.
Der Erwählte selbst stieg aus seinem Landungsschiff, seine Silhouette im Brodeln des Warpfeuers wie der Schatten eines Unheils, das längst beschlossen ist. Seine Axt, von Runen gesäumt schnitt ein Zeichen in die Luft, das selbst meine Krieger zum Schweigen brachte. Seine Kriegerschar folgte ihm wie ein Rudel aus uralten, entfesselten Bestien.
Er trat an meine Seite.
Wir sahen einander an – keine Worte, nur ein Verständnis, das im Blut geschrieben steht.
Ich spürte es ebenfalls: Khornes Blick brannte heißer als je zuvor. Die Stimmen in meinem Schädel hämmerten wie Trommeln vor einer Schlacht, die das Schicksal einer Welt bestimmen würde.
In den Ruinen der Makropole versammelten sich die fünf Chaos-Heerführer – jede Fraktion mit ihren eigenen Zielen, ihren eigenen dunklen Versprechen. Manche wollten die Welt für sich beanspruchen, andere suchten nur Zerstörung, andere – töricht – flüsterten von Herrschaft und Ordnung unter dem Chaosbanner.
Narren.
Khorne duldet kein Zaudern.
Ich trat vor, begleitet von dem Beben des Marsches meiner Blutfaust. Die anderen Kriegsherren beobachteten uns – misstrauisch, gespannt, manche bereit, die Waffen zu ziehen.
Doch Khorne entschied für uns.
Ein Donnerschlag hallte durch die Stadt – nicht aus dem Himmel, sondern tief aus dem Inneren des Planeten. Das Zeichen.
Der Ruf zum Angriff.
Der Befehl, der kein Befehl war, sondern ein Hunger, der uns vereinte.
Die Heerführer spürten es. Das Zucken in den Muskeln. Die Urgewalt, die ihre Legionen erfasste."
by Simon H.



Die Khorne-Berserker verteidigen den Schädelaltar Khornes.






Khorne-Dämonenhunde und Oger.



                     Emperors Children.



Die Chaosoger erwiesen sich als überaus schlagkräftig und haben, soweit ich weis, alle drei Spiele gewonnen.


Auf diesem Spieltisch befindet sich eine Landeplattform über die Verstärkungen während dem Spiel eingeflogen bzw. Einheiten evakuiert werden können.





Einer der Doppeltische. Rechts führen zwei Straßen auf die andere Spielplatte 




Valhallaner der imperialen Garde verteidigen ihre Maschinenkanonen gegen einen Chaos Space Marine.


Die Night Lords haben große Mengen an örtlich rekrutierten Chaoskultisten mitgebracht.




Während hiesige bewaffnete Milizen dem Imperium die Treue halten und sich der Chaosinvasion erwehren.

 


Auch die Imperiale Garde hat harte Ogryn-Schläger dabei.



Valhallaner warten auf ihre Evakuierung. 



Die Khorneberserker lassen den Imperialen keine Chance und metzeln alle Gardisten nieder, die nicht rechtzeitig über die Landeplattform evakuiert werden.






Die Nahkampf-Terminatoren der Angels of Absolution. Der Septe der Dark Angels gelingt es im zweiten Spiel, den Schädelaltar des Khorne zu zerstören und damit einen der drei großen Chaosdämonen zu bannen.




Mein letztes Spiel ging gegen die imperiale Garde von Valhalla von Martin.



Irgendwie ließen es die Valhallaner ruhig angehen und waren zufrieden sich an ihrer Grundkante einzugraben und sich stoisch zu verteidigen.


Mit letzten Kräften gelang es meinem Kriegsherrn einen imperialen Kampfpanzer zu zertrümmern, bevor er selbst erschossen wurde.


Auch der Rest schlug sich gut, zerlegte Halblingscharfschützen, Ogryns und Waffenteams und konnte genug Missionsziele einnehmen um den Sieg zu sichern.


Nachbetrachtung:

Das Chaos startete schwach in die Kampagne. Es hatte zwar nicht mehr Gefechte verloren als der Gegner, aber die Angriffe auf die wichtigeren Spieltische ("Artilleriestellung" und "Landeplattform") scheiterten, außerdem verlor man bereits einen großen Dämon.
Die erste Kampagnenrunde endete Imperium: 5 Kampagnenpunkte, Chaos: 2 Kampagnenpunkte.

In der zweiten Runde schienen sich die Kräfte des Chaos durchzusetzen, gewannen mehr Spiele und eroberten auch die wichtigen Spieltische. 
Das Imperium erzielte 3 Kampagnenpunkte als der "Schädelaltar" zerstört wurde, das Chaos aber sogar 5 Kampagnenpunkte.


Aber die letzte Runde brachte die Entscheidung, da sich die Chaostruppen zwar gut halten konnten und wieder keine Seite mehr Spiele gewann, aber das Imperium eroberte die beiden wichtigen Spieltische  zurück und sicherte sich so 4:1 Kampagnenpunkte.
Damit ist der Endstand: Imperium: 12 / Chaos: 8

Das Imperium hat erneut Shadenus Prime gegen die Mächte des Chaos verteidigt !

Insgesamt war es wirklich wieder ein sehr toller Spieletag mit gutgelaunten Spielern, schönen Armeen und Gelände und einer allgemein sehr entspannten Spielatmosphäre. Der Abend wurde dann noch beim American Diner ausklingen lassen, und natürlich bereits wieder neue Plänen für einen nächsten Spieletag entworfen.

Hier noch einige Impressionen:














"Shardenus Prime brennt" - Bericht

  "Shardenus Prime brennt !" - Nachbericht Am 20.12.2025 wurde erneut ein toller Spieletag in Heidelberg mit OPR: Grimdark Future ...