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Montag, 26. Januar 2026

Impressionen Deutsch-französischer Krieg 1870/1871 (One Hour Wargames)

 

Impressionen Deutsch-französischer Krieg 1870/1871 (One Hour Wargames) 


In 2023 war ich mit dem Aufbau zweier 15mm Armeen für den Deutsch-französischen Krieg 1870/71 beschäftigt.


Um das, was ich bis dahin fertig bemalt hatte, auch schonmal auf dem Spieltisch einzusetzen, spielte ich ein schnelles kleines Szenario von Neil Thomas` Buch  "One Hour Wargames"


In diesem Krieg wurden ja zum ersten mal in Europa im großen Stil die neuen Eisenbahnlinien genutzt um schnelle Truppenverschiebungen vornehmen zu können. 


Und darum soll es auch in diesem Szenario gehen: die Franzosen haben eine Eisenbahnlinie mit Artillerie in erhöhten Positionen und sogar einer kleinen Schanze gesichert.


Damit ihre Armee weiter ins Feindesland vordringen kann, wurden preußische Truppen entsandt, um die Bahnlinie freizukämpfen.


Oben die Franzosen mit ihrer Schanze, von unten kommen die Preußen. Deutsche Kürassiere wurden außerdem auf ein weites Umgehungsmanöver auf der linken Flanke entsendet.


Die Krupp-Geschütze nehmen den Hügel unter Feuer.


Während preußische Jäger ein Waldstück einnehmen, damit die Infanterie weiter vorstürmen kann.


Französische Gardeartillerie in der Schanze.


Der französische Hügel wird von Turcos (Kolonialtruppen aus Nordafrika) verstärkt.


Währenddessen sind die Kürassiere auf dem Weg.



Die preußische Linie wurde doch sehr von Chassepot-Gewehren und franz. Artillerie zusammengeschossen, stürmt aber mit letzten Kräften trotzdem gegen die Schanze an.


Links ist französische Reiterei aufgetaucht und verwickelt die Kürassiere in ein Handgemenge.


Mit letzter Kraft erobern die Preußen die Schanze.


Die Franzosen haben dann doch die Kürassiere überwältigt und die Preußen müssen einige kaum entbehrliche Infanteristen aus dem Zentrum in die Flanke schicken.


Die Verluste häufen sich auf beiden Seiten.


Die preußischen Zündnadelgewehre vertreiben die französische Kavallerie.


Die Schanze ist erobert und die gegnerische Reiterei ist zerstreut. 

Der Rest der Franzosen muss sich zurück ziehen und die Bahnlinie freigeben. Ein knapper und verlustreicher preußischer Sieg.

Montag, 9. Oktober 2023

 

One Hour Wargames - Szenario: Escape - Großer nordischer Krieg

24./30.05.2023

Seit etwa 2 Jahren bin ich sporadisch am Aufbau zweier Armeen aus dem großen nordischen Krieg (Russen und Schweden). Um mit den bisher fertigen Minis auch mal zu spielen, habe ich mir dieses kleine Szenario herausgesucht.



Eine von einem Plünderzug zurückmarschierende schwedische Truppe wird von einem russischen Abfangtrupp aufgehalten und muss versuchen, mit so vielen Einheiten wie möglich, durchzubrechen. 


Oben starten die Schweden. Diese werden von irregulären Kosaken unterstützt.


Sogar die russische Semyonowski-Garde ist hier und bewacht einsam die Straße.


Die Schweden und Kosaken



Mit den Russen verbündete Polen tauchen auf dem Hügel in der schwedischen Flanke auf. Die leichten polnischen Geschütze beginnen, die abmarschierenden Schweden zu beschießen.
 




Die Schweden müssen auf die Bedrohung reagieren und schicken Infanterie und Reiter.
Bald attackieren die schwedischen Kavalleristen die Polen auf dem Hügel.


Aber es wird für die Skandinavier noch schlimmer, als an der anderen Flanke polnische Dragoner und sogar die berühmte Husaria auftaucht.
 




Disziplinierte schwedische Salven und Reiterattacken schlagen die polnischen Schützen auf dem Hügel in die Flucht.


Auch russische Reiterei erscheint jetzt am  Ende der Straße, auf dem Schlachtfeld. Die russische Garde tauscht Salven mit Schweden und Kosaken.


Die Schweden sind teilweise bis zur Mitte der Platte gekommen, sind jetzt aber von allen Seiten bedroht. 


Die Schweden Fußsoldaten links sind schwer angeschlagen, weigern sich aber zurückzuziehen.


Rechts reiten die Flügelhusaren mehrere Attacken auf die schwedische Linieninfanterie, während die Dragoner durch den Wald den abziehenden Schweden nachsetzen.


Die Schweden verkaufen sich so gut wie möglich gegen die Husaria, auch um ihre Artillerie zu beschützen.

Die Schweden links ziehen weiter, um aus der Reichweite der leichten polnischen Kanonen zu kommen. 


Vor dem Ga Pa-Vormarsch der Schweden ist die russische Garde-Infanterie bereits gewichen. Plötzlich steht nur noch ein polnischer Kommandant mit einer Linienkavallerie den anrückenden Schweden und Kosaken im Weg.


Die russisch-polnische Moral bricht vor dem entschlossenen Angriff der schwedischen Reiterei.



Zu langsam und zu zögerlich kommen die polnischen Dragoner durch den Wald um den schwedischen Abmarsch ernsthaft zu verzögern.


Frustriert zerschmettert die Husaria wenigstens das eine zurückgebliebene schwedische Regiment...



... und auch die schwedischen Kanonen werden genommen.
 

Aber der Großteil der Schweden entkommt mit so viel Beute, wie sie tragen können.


Die Polen und Russen konnten nicht genug Schaden verursachen um ihre Umzingelung voll ausnutzen.


Die Kosaken kommen größtenteils ungeschoren davon, die Hauptlast des Kampfes trugen die Karoliner. 


Auch die polnischen Geschütze können den Abziehenden nur noch einige ungefährliche Grüße hinterher schicken. 

Ein unbestrittener Sieg für die Truppen Karls XII.

Mittwoch, 1. März 2023

                                         One Hour Wargames: Blow from the Rear


Als kleines Solo-Spiel für zwischendurch, habe ich das oben genannte Szenario ausgesucht.


Ich spiele es mit meinen 15mm Figuren aus dem Pfälzischen Erbfolgekrieg / Neun jähriger Krieg ( War of the League of Augsburg.


Eine französische Streitmacht hat sich aufgestellt um einen Fluss gegen die anrückenden Briten zu verteidigen. 

Einige franz. Einheiten haben dienstfrei und befinden sich noch im Lager.


Die listigen Briten haben aber eine schnelle Truppe aus Kavallerie und Dragonern ausgesendet um die Franzosen zu umgehen und in ihrem Rücken aufzutauchen.





Parallel greift die britische Infanterie die französische Infanterie an den Flussübergängen an.




Französische Artillerie macht sich feuerbereit.


Ihnen gegenüber marschieren Schotten auf.


Die britische Linienkavallerie reitet einige Attacken auf die 1.französische Linie und bricht diese (links oben im Bild, auf der Flucht). Rechts müssen sich die Franzosen von der Brücke zurück ziehen um der Gefahr in ihrem Rücken zu begegnen.




Die Engländer nähern sich, stetig feuernd, der Brücke. Die französischen Kanonen sind nicht besonders treffsicher.



Langsam kommen die französischen Dragoner in ihrem Lager auf die Beine.


Währenddessen muss die englische Reiterei einige Salven einstecken, aber ihr Offizier hält sie im Gefecht.


Die französischen Linien beginnen zu wanken, rechts oben die engl. Kavallerie.


Alle drei französischen Infanterieregimenter sind gebrochen und flüchten. Das englische Flankenkommando (links oben) zieht Richtung frz. Lager.


Parallel beginnt die englische Infanterie den Vormarsch ....

...
 über die beiden Brücken.


die Schlinge um die Franzosen zieht sich zu.



Letztendlich kommen doch die franz. Dragoner und Husaren aus ihrem Lager. Aber die Engländer sind nicht allzu geschwächt und können auch den neuen Gegner in die Flucht schlagen. 


Ein sehr deutlicher englischer Sieg. Das Szenario sieht zwei gleich starke Trupps vor, aber ich habe das Gefühl, dass der Verteidiger schon etwas Überzahl haben müsste, um seine schlechte taktische Situation auszugleichen. Zumal ich bei der zufällig ausgewürfelten Truppzusammensetzung für die Franzosen auch gefühlt schlechtere Truppentypen erwürfelt habe, z.B. haben die Kanonen in der Epoche relativ wenig Durchschlagskraft und dass die Verstärkungen nur aus leichten Truppen bestand, hat den Franzosen sicherlich auch nicht geholfen.
Trotzdem war es ein schönes und kurzweiliges Spiel.

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